Wintersemester 17 / 18

JETZT BIS
ZUM 15.08.2017
BEWERBEN!

STUDIUM MALEREI / GRAFIK (B.F.A.)
MALEREI UND ZEICHNUNG BLICKEN AUF EINE LANGE GESCHICHTE UND MÜSSEN SICH IM DIALOG MIT ANDEREN MEDIEN IMMER WIEDER NEU BEWEISEN UND ERFINDEN. IM STUDIENGANG LERNEN SIE GRUNDLEGENDE TECHNIKEN UND UNTERSCHIEDLICHE AUFFASSUNGEN VON MALEREI UND GRAFIK KENNEN.
Von der mimetischen Darstellung bis zur radikalen
Malerei, von klassischen Bildauffassungen bis zu inter-
medialen Projekten. Im
Studiengang Malerei / Grafik
gewinnen Sie einen fundierten Einblick in alle maleri-
schen, zeichnerischen und druckgrafischen Ausdrucks-
weisen und Techniken. Neben der Auseinandersetzung
mit dem klassischen Tafelbild spielt die künstlerisch-
ästhetische Arbeit mit dem Raum und mit technischen
Bildgebungsverfahren eine ebenso bedeutende Rolle.

Der modularisierte Studiengang ist gegliedert in fünf
Lehrbereiche – Sie studieren im Kurssystem, ohne
festen Klassenverband. Lehrende aus Theorie und
Praxis mit unterschiedlichen Schwerpunkten und künst-
lerischen Ansätzen begleiten Sie in Ihrer künstlerischen
Entwicklung und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur
Seite, Sie profitieren von einem breiten Angebot an
Lehrinhalten und –konzepten.

Aufnahme:
Sommersemester (April)
Wintersemester (Oktober)

 

Dauer des Studiums:
7 Semester (Vollzeit)
11 Semester (berufsbegleitendes Teilzeitstudium)

 

Credit Points:
210 ECTS

 

Abschluss:
Bachelor of Fine Arts (B.F.A.)

 

Zulassungsvoraussetzungen:
allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife

 

Zulassungsprüfung:
künstlerische Bewerbungsmappe
Struktur und Inhalt des Studiums
ZIEL DES STUDIUMS
Ziel des B.F.A.-Studienganges Malerei / Grafik ist die
Ausbildung spezieller malerisch-grafischer Fähigkei-
ten. Studierende entwickeln ihre eigene Bildsprache
und eine authentische künstlerische Position. Sie er-
werben weitreichende Kompetenzen in der Auseinan-
dersetzung mit malerischen und grafischen wie auch
allgemein künstlerischen Fragestellungen – in Praxis
und Theorie.
 
INHALT DES STUDIUMS

Künstlerische Praxis

Eine Einführung in malerisches und grafisches Gestal-
ten setzt den Auftakt. Im weiteren Verlauf steht Ihre
künstlerische Arbeit und Werkentwicklung im Fokus. Die
Arbeitsergebnisse werden im Plenum kritisch diskutiert.
In den Kolloquien üben Sie sich in der konstruktiven
Auseinandersetzung mit individuellen künstlerischen
Zielsetzungen. Die künstlerische Arbeit wird durch Werk-
stattkurse zu maltechnischen und druckgrafischen Me-
thoden unterstützt. Für die freie Arbeit stehen Ihnen bis
22 Uhr Atelierräumlichkeiten zur Verfügung.

Interdisziplinäre Angebote

Im Sinne einer umfassenden künstlerischen Ausbildung
lernen Sie auch Grundlagen aus den Studiengängen
Bildhauerei / Plastik und Fotografie / Medien kennen:
darunter digitale Bild- und Videobearbeitung, Typo-
grafie, Modellbau und Entwurf. Fundierte Einführungen
befähigen Sie zur selbstständigen Werkstattnutzung.
Dieses vielfältige Angebot ermöglicht Ihnen autonomes
künstlerisches Arbeiten und eine professionelle Präsen-
tation Ihrer Werke.

Beim jährlichen „Rundgang“ zeigen Sie Semester-
Arbeiten in der Hochschulgalerie und sammeln erste
Ausstellungserfahrungen. Die HBK Essen begegnet
kunstbezogenen Wissenschaften und angrenzenden
künstlerischen Disziplinen mit großer Offenheit. In inter-
disziplinär ausgerichteten Seminaren lernen Sie ein diffe-
renziertes Spektrum an künstlerischen
Ausdrucksweisen und Reflexionsebenen kennen.

Theoretisches Fundament

Kunstwissenschaftliche Bildung ist unerlässlich für eine
erfolgreiche Künstlerkarriere. Das kunstwissenschaftli-
che Begleitstudium für Studierende aller Fachbereiche
vermittelt allgemeine und gattungsspezifische theoreti-
sche Grundlagen. Die Auseinandersetzung mit aktuellen
wie auch historischen Strömungen und Diskursen dient
dazu, Ihre eigene künstlerische Haltung zu präzisieren. In
Kolloquien üben Sie, Ihre Werke argumentativ zu vertre-
ten. Auch Exkursionen zu ausgewählten Ausstellungen
stehen auf dem Lehrplan.

Das B.F.A-Projekt

bildet den Abschluss des Studiums. Die Bachelor-
Abschlussarbeit umfasst die künstlerische Interpretation und Bearbeitung eines in Abstimmung mit den Lehren-
den selbst gewählten Themas aus dem Fachbereich
Malerei / Grafik.

Lehrbereiche und Module

LEHRBEREICH ATELIER

Ziel des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Atelier ist Schwerpunkt der künstleri-
schen Ausbildung. Studierende werden in Einzel- und
Gruppengesprächen intensiv betreut. Darüber hinaus
finden Kooperationsprojekte und Exkursionen statt.

Lehrbereich Atelier
Lehrbereich Atelier

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Zum Studienauftakt bietet das Modul Künstlerische
Basislehre
Einblicke in alle drei Fachgebiete:
Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Medien, Malerei/Grafik. Nach diesem Orientierungsmodul legen Studierende
sich auf einen Studiengang fest.
Das Modul
Künstlerische Werkentwicklung setzt den
Auftakt im gewählten Fachgebiet. In dieser Phase erar-
beiten sich die Studierenden die Grundlagen für selbst-
ständiges Arbeiten. Sie formulieren ihre Intentionen,
entwickeln Themen und Schwerpunkte. Von Beginn an
dokumentieren sie ihre Entwicklung in ihrem
Studien-
portfolio
, das sie bis zum Abschlussprojekt führen.
In den Kolloquien in
Gruppenkorrektur I werden eigene
Arbeiten und Projekte vorgestellt. Sie werden fachlich
analysiert und gemeinsam diskutiert. Kritisches Hinter-
fragen von Konzeptionen und Gestaltungen ist wesentli-
cher Bestandteil.
Künstlerische Profilierung I und II dienen der Ausbil-
dung eines originären künstlerischen Arbeitsansatzes
und der Ausprägung einer differenzierten Formsprache –
technisch wie künstlerisch.
Das Modul
Gruppenkorrektur II setzt die Arbeit im
Kolloquium fort. Neben inhaltlich-formaler Werkkritik
werden Bezüge zu aktuellen Kunstdiskursen, kunsthisto-
rischen Vorbildern und Strömungen thematisiert.
Gemeinsame Exkursionen und Projekte sind Bestandteil
des Moduls.
In
Künstlerische Profilierung III im vorletzten
Semester zeigen die Studierenden, dass sie
handwerklich-fachlich wie auch intellektuell in der Lage
sind, eigenständig künstlerisch zu arbeiten und ihre
Werke selbstbewusst zu vertreten. Die Selbstverortung
im aktuellen Kunstgeschehen und das Reflexions-
vermögen sind dabei von zentraler Bedeutung.
Die Abschlussarbeit, das
B.F.A.-Projekt, umfasst die
künstlerische Interpretation und Bearbeitung eines in
Abstimmung mit den Lehrenden selbst gewählten
Themas. Das Projekt umfasst vier Teilaufgaben: eine
schriftliche Darstellung der Werkkonzeption, ihre Umset-
zung und professionell gestaltete Präsentation sowie die
Verteidigung des Projektes im Rahmen eines öffentli-
chen Fachgesprächs.

LEHRBEREICH WERKSTATT UND LABORE

Ziel des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Werkstatt und Labore umfasst die
technisch-handwerkliche Ausbildung im Studiengang Malerei / Grafik.

Lehrbereich Atelier

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Das Modul Technische Basis vermittelt in der Orientie-
rungsphase handwerkliche Grundlagen für alle drei
Studiengänge. Auf dem Lehrplan stehen
- praktische Übungen in plastischem Formen und
Gestalten,
- zeichnerisches Erfassen von Figuren und räumlichen
Situationen sowie
- eine Einführung in Technik und Funktion einer Kamera
und in die digitale Bildbearbeitung.
Wie erfasse ich eine menschliche Figur, Proportionen,
Ausdruck, Haltung? Hochdruck oder Tiefdruck – für
welchen Zweck eignet sich welches Druckverfahren?
Im Modul
Technische Vertiefung I erwerben die Studie-
renden handwerklich-künstlerische Fertigkeiten und
Kenntnisse in der Maltechnik und in verschiedenen Zei-
chentechniken. Sie werden qualifiziert zur selbststän-
digen Arbeit in der Druckwerkstatt und verfügen über
Kenntnisse in Materialkunde und Materialbehandlung.
Technische Vertiefung II qualifiziert die Studierenden
in Entwurfsarbeit und Darstellung durch Schulung in
konstruktiven Zeichentechniken und Modellbau. Zudem
erlernen die Studierenden die selbstständige Arbeit im
Fotostudio, um Dokumentationen ihrer Werke zu
erstellen. Grundlegende Kenntnisse in Typografie
und Layout befähigen zur Erstellung von individuellem
Werbe- und Dokumentationsmaterial.

LEHRBEREICH METHODEN UND PROJEKTE

Ziel des Lehrbereichs

Konzeptuell vertiefen und interdisziplinär erweitern: Der
Lehrbereich Methoden und Projekte ist vielfältig ausge-
staltet - mit breitem Angebot an Seminaren und Veran-
staltungen aus dem eigenen und den anderen Fachgebieten.

Lehrbereich Methoden und Projekte

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Methoden und Projekte ist zentraler Bestandteil der Ausbildung im Modul Methoden,
Projekte, Technik
. In diesem Wahlpflichtmodul kann die
individuelle Zielsetzung in der künstlerischen Ausbildung
vertieft und erweitert werden. Aus der spezifischen Per-
spektive der Fachgebiete werden interdisziplinär ausge-
richtete Seminar und Veranstaltungen angeboten. Die
Studierenden lernen ein differenziertes Spektrum an
künstlerischen Ausdrucksweisen und Reflexionsebenen
kennen, das sie für die eigene künstlerische Haltung und
Arbeitsweise fruchtbar machen können.

Dazu besteht in diesem Modul die Möglichkeit, an allen
Veranstaltungen aus dem Lehrbereich Werkstatt und
Labore teilzunehmen, die bisher noch nicht Bestandteil
der handwerklich-künstlerischen Ausbildung waren.

LEHRBEREICH PROFESSIONALISIERUNG

Ziel des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Professionalisierung macht fit für den
Kunstbetrieb. Künstlerische Qualität allein ist noch kein
Erfolgsgarant für eine künstlerische Karriere. Was
außerdem noch dazu gehört, vermitteln Kenner des
Systems.Lehrbereich Professionalisierung

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Zum Ende des Studiums bereitet der Lehrbereich
Professionalisierung die Basis für einen professionellen
Umgang mit Galerien, Museen und anderen Kultur-
institutionen: Wie finde ich die passende Galerie?
Wie nehme ich professionell Kontakt zu Galeristen und
Kuratoren auf? Welche Regeln in der Zusammenarbeit
muss ich beachten?

Auch fachliche und sprachliche Kompetenz in den Berei-
chen Ausstellungsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit
und Marketing gehört zum Business. Wie entsteht eine
Ausstellung, welche Termine sind zu beachten?
Welchen Input brauchen Journalisten? Die Studierenden
werden mit dem Urheberrecht im Bereich Kunst, Film
und Fotografie vertraut gemacht. Auch Vertragsgestal-
tung ist ein Thema.

Die Dokumentation und Präsentation der künstleri-
schen Arbeit muss überzeugen. In der Lehrveranstal-
tung
Katalog zur Werkentwicklung erarbeiten die
Studierenden auf Grundlage ihres Studienportfolios eine
Dokumentationsform für ihre Werke. Bei der Gestaltung
ihres Kataloges vom ersten Layout bis zum Druck
erhalten sie alle künstlerische Beratung und technische
Unterstützung, die sie benötigen.

LEHRBEREICH KUNSTWISSENSCHAFT

Ziel des Lehrbereichs

Vom kunstgeschichtlichen Kanon bis zu aktuellen Diskur-
sen: Der Lehrbereich der Kunstwissenschaft beinhaltet
ein kunsttheoretisches Begleitstudium für alle Studieren-
den. Ziel ist es, den künstlerischen Entwicklungsprozess
theoretisch und historisch zu fundieren.

Inhalte des Lehrbereichs

Zu Beginn des Studiums erhalten die Studierenden einen
orientierenden, gattungsübergreifenden Überblick über
die wesentlichen Entwicklungen in der Kunstgeschichte
von der Antike bis zur Gegenwart. Weiterhin werden
grundlegende Begriffe und Standpunkte der Ästhetik,
Kunsttheorie und Bildwissenschaft vermittelt.

Lehrbereich Methoden und Projekte

  Verlaufsplan

Lehrbereich Methoden und Projekte

Im weiteren Verlauf liegt der Schwerpunkt der Vorlesun-
gen und Seminare auf der Auseinandersetzung mit
moderner und zeitgenössischer Kunst. Vertiefend wer-
den die Studierenden mit maßgeblichen Werken und
Kunsttendenzen vertraut gemacht, mit ihren Ausdrucks-
formen, konzeptuellen Grundlagen und ihrer Verankerung
in einem sich wandelnden kulturellen Kontext. Die Stu-
dierenden lernen, Werke zu deuten und historisch zu ver-
orten, insbesondere lernen sie die aktuelle Kunst und die
eigene Produktion vor dem Hintergrund theoretischer
und medialer Entwicklungen zu reflektieren.

Eine Verknüpfung von theoretischer und praktischer Ar-
beit wird ausdrücklich angestrebt: Jedes B.F.A.-Projekt
wird im Kolloquium unter kunsthistorischen und kunst-
wissenschaftlichen Gesichtspunkten kritisch begleitet.