Wintersemester 18/19

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ZUM 15.08.2018
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STUDIUM FOTOGRAFIE / MEDIEN (B.F.A.)

FOTOGRAFIE, FILM UND NEUE MEDIEN HABEN IHREN FESTEN PLATZ IN DER AKTUELLEN KUNST.
IM STUDIENGANG STEHT NEBEN DER AUSEINANDERSETZUNG MIT DER KLASSISCHEN FOTO-
GRAFIE DER UMGANG MIT ZEITBASIERTEN MEDIEN UND RAUMBEZOGENEN MULTIMEDIALEN
KONZEPTEN IM FOKUS.

Fotografie und Film als relativ junge Kunst­formen stehen in enger Verbindung zur allgemeinen Geschichte des Bildes wie auch zu anderen Disziplinen wie Design und Wissenschaft. Im Fachgebiet Fotografie / Medien an der HBK Essen spielen inter­disziplinäre Aspekte ebenso eine Rolle wie die viel­fältigen Ausdrucks­möglich­keiten der technischen Bildmedien. So erlernen Sie im Rahmen des Studiengangs – neben der klassischen Fotografie – auch raumbe­zogenes Arbeiten und die Inszenierung multimedialer Installationen. Aber auch im Spannungs­feld von Malerei, Grafik und Digitalisierung ergeben sich künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten.

Der modularisierte Studiengang ist gegliedert in fünf Lehrbereiche – Sie studieren im Kurssystem, ohne festen Klassenverband. Lehrende aus Theorie und Praxis mit unter­schiedlichen Schwerpunkten und künst­lerischen Ansätzen begleiten Sie in Ihrer künst­lerischen Entwicklung und stehen Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Sie profitieren von einem breiten Angebot an Lehr­inhalten und –konzepten.

Aufnahme:
Sommersemester (April)
Wintersemester (Oktober)

Dauer des Studiums:
7 Semester (Vollzeit)
11 Semester (berufsbegleitendes Teilzeitstudium)

Credit Points:
210 ECTS

Abschluss:
Bachelor of Fine Arts (B.F.A.)

Zulassungsvoraussetzungen:
allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife

Zulassungsprüfung:
künstlerische Bewerbungsmappe

Struktur und Inhalt des Studiums

ZIEL DES STUDIUMS
Ziel des B.F.A.-Studienganges Fotografie / Medien ist die
Ausbildung spezieller fotografisch-medialer Fähigkeiten.
Studierende entwickeln ihre eigene Bildsprache und eine
authentische künstlerische Position. Sie erwerben weit-
reichende Kompetenzen in der Auseinandersetzung mit
fotografischen wie auch allgemein künstlerischen Frage-
stellungen – in Praxis und Theorie.
 
INHALT DES STUDIUMS

Künstlerische Praxis

Eine Einführung in die spezifische Problematik des foto­grafischen Gestaltens setzt den Auftakt. Im weiteren Verlauf steht Ihre künstlerische Arbeit und Werkent­wicklung im Fokus. Die Arbeits­ergebnisse werden im Plenum kritisch diskutiert. In den Kolloquien üben Sie sich in der konstruk­tiven Auseinander­setzung mit indi­viduellen künstlerischen Zielsetzungen. Begleitende Werkstattkurse zu digitalen, analogen und hybriden fotografischen Techniken und Methoden unterstützen die fachspezifische Ausbildung. Fundierte Einführungen befähigen Sie zur selbstständigen Werkstatt- und Foto­labornutzung. Für die freie Arbeit stehen Ihnen bis 22 Uhr Atelierräumlichkeiten zur Verfügung.

Interdisziplinäre Angebote

Im Sinne einer umfassenden künstlerischen Ausbildung lernen Sie auch Grundlagen aus den Studiengängen Malerei / Grafik und Bildhauerei / Plastik kennen: darun­ter Typografie, Zeichnen, Modellbau und Entwurf. Das vielfältige Angebot ermöglicht Ihnen autonomes künst­lerisches Arbeiten sowie eine professionelle Präsenta­tion Ihrer Werke.

Beim jährlichen „Rundgang“ zeigen Sie Ihre Semester-Arbeiten in der Hochschulgalerie und sammeln erste Ausstellungserfahrungen. Die HBK Essen begegnet kunst­bezogenen Wissen­schaften und angrenzenden künstlerischen Disziplinen mit großer Offenheit. In inter­disziplinär ausgerichteten Seminaren lernen Sie ein diffe­renziertes Spektrum an künstlerischen Ausdrucksweisen und Reflexionsebenen kennen.

Theoretisches Fundament

Kunstwissenschaftliche Bildung ist unerlässlich für eine erfolgreiche Künstlerkarriere. Das kunstwissenschaftli­che Begleitstudium für Studierende aller Fachbereiche vermittelt allgemeine und gattungsspezifische theoreti­sche Grundlagen. Die Auseinandersetzung mit aktuellen wie auch historischen Strömungen und Diskursen dient dazu, Ihre eigene künstlerische Haltung zu präzisieren. In Kolloquien üben Sie, Ihre Werke argumentativ zu vertre­ten. Auch Exkursionen zu ausgewählten Ausstellungen stehen auf dem Lehrplan.

Das B.F.A.-Projekt

bildet den Abschluss des Studiums. Die Bachelor-Abschlussarbeit umfasst die künstlerische Interpretation und Bearbeitung eines in Abstimmung mit den Lehren­den selbst gewählten Themas aus dem Fachbereich Fotografie / Medien.

Lehrbereiche und Module

LEHRBEREICH ATELIER

Ziel des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Atelier ist Schwerpunkt der künstleri­schen Ausbildung. Studierende werden in Einzel- und Gruppengesprächen intensiv betreut. Darüber hinaus finden Kooperationsprojekte und Exkursionen statt.

Lehrbereich Atelier
Lehrbereich Atelier

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Zum Studienauftakt bietet das Modul Künstlerische Basislehre Einblicke in alle drei Fachgebiete:
Bildhauerei/Plastik, Fotografie/Medien, Malerei/Grafik.
Nach diesem Orientierungsmodul legen Studierende sich auf einen Studiengang fest.
Das Modul Künstlerische Werkentwicklung setzt den Auftakt im gewählten Fachgebiet. In dieser Phase erar­beiten sich die Studierenden die Grundlagen für selbst­ständiges Arbeiten. Sie formulieren ihre Intentionen, entwickeln Themen und Schwerpunkte. Von Beginn an dokumentieren sie ihre Entwicklung in ihrem Studien­portfolio, das sie bis zum Abschlussprojekt führen.
In den Kolloquien in Gruppenkorrektur I werden eigene Arbeiten und Projekte vorgestellt. Sie werden fachlich analysiert und gemeinsam diskutiert. Kritisches Hinter­fragen von Konzeptionen und Gestaltungen ist wesentli­cher Bestandteil.
Künstlerische Profilierung I und II dienen der Ausbil­dung eines originären künstlerischen Arbeitsansatzes und der Ausprägung einer differenzierten Formsprache – technisch wie künstlerisch.
Das Modul Gruppenkorrektur II setzt die Arbeit im Kolloquium fort. Neben inhaltlich-formaler Werkkritik werden Bezüge zu aktuellen Kunstdiskursen, kunsthisto­rischen Vorbildern und Strömungen thematisiert. Gemeinsame Exkursionen und Projekte sind Bestandteil des Moduls.
In Künstlerische Profilierung III im vorletzten Semester zeigen die Studierenden, dass sie handwerklich-fachlich wie auch intellektuell in der Lage sind, eigenständig künstlerisch zu arbeiten und ihre Werke selbstbewusst zu vertreten. Die Selbstverortung im aktuellen Kunstgeschehen und das Reflexions­vermögen sind dabei von zentraler Bedeutung.
Die Abschlussarbeit, das B.F.A.-Projekt, umfasst die künstlerische Interpretation und Bearbeitung eines in Abstimmung mit den Lehrenden selbst gewählten Themas. Das Projekt umfasst vier Teilaufgaben: eine schriftliche Darstellung der Werkkonzeption, ihre Umset­zung und professionell gestaltete Präsentation sowie die< Verteidigung des Projektes im Rahmen eines öffentli­chen Fachgesprächs.

LEHRBEREICH WERKSTATT UND LABORE

Ziel des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Werkstatt und Labore umfasst die technisch-handwerkliche Ausbildung im Studiengang Fotografie / Medien.

Lehrbereich Werkstatt und Labore

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Das Modul Technische Basis vermittelt in der Orientie­rungsphase handwerkliche Grundlagen für alle drei Studiengänge. Auf dem Lehrplan stehen
- praktische Übungen in plastischem Formen und Gestalten,
- zeichnerisches Erfassen von Figuren und räumlichen Situationen sowie
- eine Einführung in Technik und Funktion einer Kamera und in die digitale Bildbearbeitung.
Wie entwickele ich Abzüge im Schwarz-Weiß-Fotolabor? Analog vs. digital – welche ästhetischen Möglichkeiten liegen in welchem Medium? Im Modul Technische Vertiefung I erwerben die Studierenden handwerklich­technische Fertigkeiten und Kenntnisse in analoger Fotografie und Laborarbeit, Grundlagenwissen in Groß­bildfotografie und in den Bereichen Video/Audio. Sie erlernen selbstständiges Arbeiten im Fotostudio und erwerben weitreichende Kenntnisse in digitaler Bildbear­beitung.Technische Vertiefung II qualifiziert die Stu­dierenden in Entwurfsarbeit und Darstellung durch Schulung in konstruktiven Zeichentechniken oder Modell­bau. Grundlegende Kenntnisse in Typografie und Layout befähigen zur Erstellung von fotografischen Künstler­büchern sowie von individuellem Werbe- und Dokumen­tationsmaterial.

LEHRBEREICH METHODEN UND PROJEKTE

Ziel des Lehrbereichs

Konzeptuell vertiefen und interdisziplinär erweitern: Der Lehrbereich Methoden und Projekte ist vielfältig ausgestaltet - mit breitem Angebot an Seminaren und Veranstaltungen aus dem eigenen und den anderen Fachgebieten.

Lehrbereich Methoden und Projekte

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Methoden und Projekte ist zentraler Bestandteil der Ausbildung im Modul Methoden, Projekte, Technik.
In diesem Wahlpflichtmodul kann die individuelle Zielset­zung in der künstlerischen Ausbildung vertieft und erweitert werden. Aus der spezifischen Perspektive der Fachgebiete werden interdisziplinär ausgerichtete Seminare und Veranstaltungen angeboten. Die Studie­renden lernen ein differenziertes Spektrum an künstleri­schen Ausdrucksweisen und Reflexionsebenen kennen, das sie für die eigene künstlerische Haltung und Arbeits­weise fruchtbar machen können.
Dazu besteht in diesem Modul die Möglichkeit, an allen Veranstaltungen aus dem Lehrbereich Werkstatt und Labore teilzunehmen, die bisher noch nicht Bestandteil der handwerklich-künstlerischen Ausbildung waren.

LEHRBEREICH PROFESSIONALISIERUNG

Ziel des Lehrbereichs

Der Lehrbereich Professionalisierung macht fit für den Kunstbetrieb. Künstlerische Qualität allein ist noch kein Erfolgsgarant für eine künstlerische Karriere. Was außerdem noch dazu gehört, vermitteln Kenner des Systems.Lehrbereich Professionalisierung

  Verlaufsplan

Inhalte des Lehrbereichs

Zum Ende des Studiums bereitet der Lehrbereich Professionalisierung die Basis für einen professionellen Umgang mit Galerien, Museen und anderen Kultur­institutionen: Wie finde ich die passende Galerie? Wie nehme ich professionell Kontakt zu Galeristen und Kuratoren auf? Welche Regeln in der Zusammenarbeit muss ich beachten?

Auch fachliche und sprachliche Kompetenz in den Berei­chen Ausstellungsorganisation, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing gehört zum Business. Wie entsteht eine Ausstellung, welche Termine sind zu beachten? Welchen Input brauchen Journalisten? Die Studierenden werden mit dem Urheberrecht im Bereich Kunst, Film und Fotografie vertraut gemacht. Auch Vertragsgestal­tung ist ein Thema.

Die Dokumentation und Präsentation der künstleri­schen Arbeit muss überzeugen. In der Lehrveranstal­tung Katalog zur Werkentwicklung erarbeiten die Studierenden auf Grundlage ihres Studienportfolios eine Dokumentationsform für ihre Werke. Bei der Gestaltung ihres Kataloges vom ersten Layout bis zum Druck erhalten sie alle künstlerische Beratung und technische Unterstützung, die sie benötigen.

LEHRBEREICH KUNSTWISSENSCHAFT

Ziel des Lehrbereichs

Vom kunstgeschichtlichen Kanon bis zu aktuellen Diskur­sen: Der Lehrbereich der Kunstwissenschaft beinhaltet ein kunsttheoretisches Begleitstudium für alle Studieren­den. Ziel ist es, den künstlerischen Entwicklungsprozess theoretisch und historisch zu fundieren.

Inhalte des Lehrbereichs

Zu Beginn des Studiums erhalten die Studierenden einen orientierenden, gattungsübergreifenden Überblick über die wesentlichen Entwicklungen in der Kunstgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Weiterhin werden grundlegende Begriffe und Standpunkte der Ästhetik, Kunsttheorie und Bildwissenschaft vermittelt.

Lehrbereich Methoden und Projekte

  Verlaufsplan

Lehrbereich Methoden und Projekte

Im weiteren Verlauf liegt der Schwerpunkt der Vorlesun­gen und Seminare auf der Auseinandersetzung mit moderner und zeitgenössischer Kunst. Vertiefend wer­den die Studierenden mit maßgeblichen Werken und Kunsttendenzen vertraut gemacht, mit ihren Ausdrucks­formen, konzeptuellen Grundlagen und ihrer Verankerung in einem sich wandelnden kulturellen Kontext. Die Stu­dierenden lernen, Werke zu deuten und historisch zu ver­orten, insbesondere lernen sie die aktuelle Kunst und die eigene Produktion vor dem Hintergrund theoretischer und medialer Entwicklungen zu reflektieren.

Eine Verknüpfung von theoretischer und praktischer Ar­beit wird ausdrücklich angestrebt: Jedes B.F.A.-Projekt wird im Kolloquium unter kunsthistorischen und kunst­wissenschaftlichen Gesichtspunkten kritisch begleitet.