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Zum 60. Geburtstag unseres Präsidenten und Gründers Stephan Paul Schneider


Alle reden im Ruhrgebiet von Gründern. Ruhrgebietskonferenzen werden einberufen. Der angestaubte Begriff „Strukturwandel“ soll eingemottet werden. Neue Ideen braucht das Ruhgebiet: Bildung, Kreativität und Kunst statt Stahl, Kohle und Schweiß!

In Düsseldorf gibt es die altehrwürdige Kunstakademie. Eine preußische Gründung. In Münster gibt es die ehemalige Düsseldorfer Zweigstelle für Kunsterzieher. Und im dichtbesiedelten Ruhrgebiet, dem in die Regierungsbezirke Düsseldorf, Münster und Arnsberg zergliederten Pott, dem industriellen Motor der Wiederaufbauzeit?

Stephan Paul Schneider, Waldorfschüler, Irisch-Folk-Geiger, Meisterschüler von Ulrich Erben und höchst sensibel malender Künstler schüttelte als überzeugter Ruhrgebietler den Kopf. Und beließ es nicht dabei, sondern wurde aktiv. Er gründete Kunstschulen und schließlich 2001 die „Freie Akademie der bildenden Künste“. Jeder sollte Kunst studieren können, wenn er denn über hinreichend Talent verfüge. Jeder könne sich den Meisterbrief verdienen, wenn denn die geistigen Resultate stimmen. Jeder, unabhängig von Alter und Herkunft, müsse schließlich professionell seine künstlerische Ader geschult bekommen, um dem simplen Ökonomismus unserer Zeit zu entgegnen. Schließlich sei, ganzheitlich und mit Josef Beuys gedacht, jeder Mensch ein Künstler.

Schneider verfolgte sein Credo mit ruhrgebietlerischer Sturheit. 2006 zog er mit seiner Akademie in die am Baldeneysee gelegenen Gebäude der Zeche Prinz Friedrich in Essen Kupferdreh. Er gründete neben der „Freien Akademie“ später auch noch eine staatlich anerkannte Kunsthochschule, die HBK Essen!

Heute studieren an der HBK Essen, der einzigen reinen Kunsthochschule im Ruhrgebiet, schon nahezu 150 Studenten aus 14 Ländern – aus China, Luxemburg und Chile. Zehn Professoren unterrichten Malerei und Grafik, Bildhauerei, Plastik, Neue Medien, Fotografie und begleitend Kunstwissenschaften und -geschichte. Eine Erweiterung des Campus ist für die Zukunft genauso geplant wie die der Studiengänge. Die seit Jahrzehnten von der Politik – wer immer das sein mag – geforderte Gründerzeit hat mithin schon erfolgreiche und zukunftsweisende Spuren dort gezeichnet, wo der Deilbach in die Ruhr mündet, wo also Gründen Tradition hat!

Hinter dieser Gründerstory steht neben den lokal verankerten Sponsoren und Mäzenen, den ihn liebenden Studenten und seinen Kollegen vor allem er: Stephan Paul Schneider. Er hat seine Karriere als vielversprechender Künstler vernachlässigt, um Gründer einer Kunstakademie im Ruhrgebiet zu werden. Zum 60. Geburtstag gratulieren wir ganz herzlich! Lang lebe sein Werk – Glück auf!

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